Jan 05 2011

Küstennähe beeinflusst das Wetter in Trondheim

Das Klima in Trondheim wird wesentlich beeinflusst durch die warme Meeresströmung des Golfstromes, der in den Nordatlantik mündet vor der Westküste von Norwegen. Die Temperaturen im Winter sind deshalb überwiegend mild.

Die norwegische Stadt Trondheim befindet sich im Westen des Landes an der Küste zum Atlantischen Ozean. Diese drittgrößte Stadt Schwedens, nach Oslo und Bergen, liegt etwa 70 Kilometer von dem Meer entfernt am sogenannten Trondheimfjord. Durch diese geographische Lage bedingt ist das Klima und das Wetter der Stadt auch wesentlich durch den Einfluss des Nordatlantiks beeinflusst. Mit der großen Nähe zum Meer sind die Winter verhältnismäßig sehr mild, da die im Sommer gespeicherte Wärme von dem Meereswasser nur langsam und kontinuierlich im Winter wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird. Zusätzlich herrschen dort See- und Landwinde vor. Das bedeutet, dass etwa um die Mittagszeit und besonders in den Sommermonaten die sogenannten Seewinde vom Meer landeinwärts über die Stadt Trondheim wehen.

Weiterhin wird das Wetter in Trondheim wesentlich durch den Golfstrom beeinflusst. Dieser führt aus dem Süd- und Mittelatlantik an der östlichen Küste von Südamerika in nordöstlicher Richtung in den kühleren Nordatlantik. Die Temperaturen dieser Meeresströmung sind relativ warm und werden in den nördlicheren und kühleren Breiten vor der norwegischen Küste an die Umgebungsluft abgegeben. Durch den Aufstieg dieser warmen Meeresluft entstehen in der Höhe Verdunstungen und Wolkenbildung, die über dem Land abkühlen und als Niederschlag auf die Erde regnen. Im Winter fällt dieser Niederschlag als Regen aus, weshalb Trondheim jährlicher Austragungsort der schwedischen Winterspiele ist.

Aufsummiert fallen etwa 1.000 Millimeter, also 1.000 Liter pro Quadratmeter Niederschlag innerhalb eines Jahres auf die Stadt an der Westküste von Schweden. Der höchste Niederschlag mit ungefähr 100 Millimetern tritt in den Monaten September und Oktober auf. In dieser Zeit herrscht auch die höchste Luftfeuchtigkeit mit etwa 85 Prozent, in den Monaten März bis Juni die niedrigste Luftfeuchtigkeit mit etwa 70 Prozent. Im Durchschnitt regnet es innerhalb eines Monats an 12 - 15 Tagen in Trondheim. Die maximale Temperatur liegt im Mittelwert bei 19 Grad Celsius in den Monaten Juni, Juli und August. Die minimale Temperatur in diesem Zeitraum liegt bei 15 Grad Celsius. Das Temperaturminimum wird etwa in den Monaten Dezember bis Februar mit durchschnittlich 8 Grad Celsius unter dem Nullpunkt erreicht. Damit sind die Winter in der Stadt durchschnittlich wie bereits erwähnt sehr mild. Die Sonnenscheindauer von Oktober bis Februar liegt nur bei 2 - 3 Stunden. Der Grund dafür ist die Stellung der Erde zur Sonne durch die Neigung der Erdachse. Aufgrund dessen ist der Zenit der Sonne zu dieser Zeit im Norden erreicht und nur wenig Sonnenlicht durch kurze Sonnenscheindauer trifft auf die Gebiete um den Breitenkreis, in dem sich auch die Stadt Trondheim befindet.

Trondheim befindet sich in der gemäßigten Klimazone nahe dem Polarkreis. Im Landesinneren von Norwegen und auch insbesondere von Schweden und Finnland ist es im Vergleich zur Westküste Norwegens kälter. Wie bereits erwähnt ist dies auf den Einfluss der Meereswärme zurückzuführen, die zusätzlich durch den Golfstrom verstärkt wird.