Mai 25 2011

Personen finden ist im Internet ziemlich einfach

Die Debatte über den Datenschutz begleitet die ständige Erweiterung und Manifestierung sozialer Netzwerke im Internet. Denn sie ermöglichen es, dass Informationen besonders einfach zu erhalten sind.

Vor der Entwicklung des Internets war es wesentlich schwerer als heutzutage, Personen zu finden. Denn in den sozialen Netzwerken und digitalisierten Telefonbüchern lassen sich so gut wie alle relevanten Daten herausfiltern, die man über eine Person benötigt. Diese Daten sind bares Geld wert, denn Firmen können anhand personalisierter Werbung gezielte Kundengruppen großflächig bedienen, die sich aufgrund ihrer Situation oder Verhaltensweisen in der Vergangenheit potenziell für ein Produkt begeistern lassen. Wenn man sein Profil in einem sozialen Netzwerk sperrt, sodass die persönlichen Daten nur für Freunde und Bekannte in dem Netzwerk sichtbar sind, ist es für Außenstehende schwieriger, an diese zu gelangen. Allerdings bedeutet eine Sperrung nicht zwangsläufig, dass man die Person im Internet nicht mehr finden kann.

Wenn man Personen finden möchte, dann sucht man am besten zuerst auf der Seite einer Suchmaschine, die relevante soziale Netzwerke und -Dienste nach den Daten durchforstet, die man in die Suchmaske eingibt. Wenn man bei dieser Suche nicht fündig wird, kann man bei bestimmten Informationen, die man beispielsweise über den Wohnort oder der aktuellen Situation des Gesuchten gesammelt hat, eine weitere Suche ansetzen. Beispielsweise ist es hilfreich, bei der Suche nach einem alten Arbeitskollegen die anderen verbliebenen Mitarbeiter in der Firma nach Informationen zu befragen, um die Suche danach fortzusetzen. Man muss sich aber bei allen Aktivitäten immer im legalen Bereich bewegen, denn eine Personensuche kann schnell zu einem unangenehmen Nachstellen werden, welches strafrechtlich geahndet wird.

Stalking oder Verleumdung durch die Veröffentlichung privater sowie intimer Informationen von Personen steht unter Strafe, kann aber meistens nur schwer nachgewiesen werden. Beispielsweise kann meistens keine Schuld festgestellt werden, wenn man für die Suche nach Personen einen Privatdetektiv engagiert, der sich mit der Beschaffung von Informationen sehr gut auskennt. Wenn man eine Person, mit der man früher Kontakt hatte, nur mithilfe eines Privatdetektivs finden kann, sollte die Suche möglichst diskret ablaufen. Denn die gesuchte Person ist oft negativ überrascht, wenn sie erfährt, dass ihr ein Detektiv nachstellt. Zudem sind diese Dienstleister relativ teuer, wobei gute Detektive, die eine hohe Erfolgsquote aufweisen, ein höheres Honorar nehmen.

Wenn die gesuchte Person nicht vorhatte, komplett mit ihrem früheren Leben zu brechen und unterzutauchen, dann ist es meistens relativ einfach, diese zu finden. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen man versucht, die frühere Identität und Herkunft zu verschleiern, damit niemand aus der Vergangenheit in der Lage ist, Kontakt zu der Person aufzunehmen. Das geschieht beispielsweise bei Zeugenschutzprogrammen, bei denen Zeugen in Strafprozessen gegen Verbrecherkartelle auftreten, anschließend neue Identitäten erhalten und woanders leben müssen, damit sie niemand enttarnen kann. Es ist zwar prinzipiell möglich, einen Schutzvorgang zu rekonstruieren, allerdings werden die Daten unter strengsten Sicherheitsbestimmungen behandelt, damit Kriminelle nicht an diese gelangen können.