Mai 25 2011

Elektrischer Rollstuhl: Erhöhung der Mobilität

Für Menschen mit einer körperlichen Behinderung, die ihre Beweglichkeit einschränkt, ist der Rollstuhl ein wichtiges Hilfsmittel. Dieses Krankenfahrzeug gewährleistet, dass der Betroffene mobil bleibt.

Eine Ursache für die Einschränkung der Beweglichkeit kann zum Beispiel ein Unfall sein. Die Einschränkung kann von kurzer Dauer oder lang anhaltend sein. Für viele Betroffene stellt sich dann die Frage, wie sie trotzdem mobil bleiben und ihren Alltag weitestgehend selbstständig meistern können. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei ein Rollstuhl. Dabei handelt es sich um kein Therapiegerät, denn er ermöglicht es, dass zumindest ein Teil der Mobilität wieder hergestellt wird. Mit diesem Krankenfahrzeug kann sich der Betroffene fast ohne Hilfe allein bewegen. Voraussetzung dafür ist, dass die Wohnung oder das Haus entsprechend vorbereitet ist. Ein wesentlicher Punkt dabei ist u. a., dass keine Schwellen auf dem Boden sind, sondern dieser möglichst glatt und eben ist. Außerdem müssen die Türrahmen eine gewisse Breite haben, sodass der Betroffene diese mit seinem Fahrzeug leicht passieren kann. Von Vorteil ist ebenfalls, wenn am Haus eine kleine Rampe angebracht wird. So hat der Rollstuhlfahrer auch die Möglichkeit selbstständig aus der Wohnung nach draußen zu fahren. In einem Mehrfamilienhaus besteht diese Möglichkeit nur dann, wenn ein Fahrstuhl vorhanden ist.

Ist ein Mensch durch ein plötzliches, unvorhergesehenes Ereignis körperlich eingeschränkt, so stellt das für ihn und seine Familie eine große psychische Belastung dar. Meist muss sich der Betroffene damit abfinden, dass er in vielen Dingen des Alltags auf Hilfe angewiesen ist. Daher ist es wichtig, ihm ein Unabhängigkeitsgefühl zu verschaffen. Das ist mithilfe eines Rollstuhls möglich. Als Fahrer dieses kleinen Fahrzeuges erlangt der Betroffene einen Teil seiner Mobilität wieder. Wichtig ist, den geeigneten Rollstuhl zu finden, sodass ein selbstständiges Fahren überhaupt möglich ist. Es gibt verschiedene Arten von Rollstühlen. Diese werden nach der Antriebs- bzw. der Rahmenbauart unterschieden. Bei einem Schieberollstuhl ist der Betroffene auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen. Dieser Typ hat 2 Schiebegriffe, die an der Rückseite der Lehne angebracht sind. Von Vorteil ist dieser Rollstuhl für Personen, die völlig bewegungsunfähig sind. Für Selbstfahrer gibt es den Greifreifenrollstuhl, den Rollstuhl mit Einarmantrieb oder den Handhebelrollstuhl. Diese Fahrzeuge lassen sich mittels Handbetrieb bewegen. Bei einem Greifreifenrollstuhl beispielsweise sind spezielle Ringe am Rad des Rollstuhls angebracht. Dabei handelt es sich um einen Metallreifen, der an der Felge des Rades befestigt wird. Dieser wird individuell nach den Wünschen des Nutzers angebracht. Allerdings kann es, wenn auch selten, zu Verletzungen der Finger kommen.

Eine sichere Methode zur Fortbewegung bietet ein elektrischer Rollstuhl. Dieser wird auch liebevoll als E-Rolli bezeichnet. Kennzeichnend für diesen Typ ist, dass er durch einen Elektromotor angetrieben wird. Die dafür notwendige Energie liefert eine Batterie. Dem Fahrer bietet er eine große Mobilität, da sich sein Krankfahrzeug ohne Aufwendung von Kraft sowohl innen als auch draußen fast selbstständig bewegt. Die Sitzfläche ist gepolstert und die Rückenlehne individuell einstellbar, sodass der Fahrer bequem und sicher sitzt. Diese Rollstühle sind sowohl für den Innenbereich als auch den Außenbereich geeignet. Mit Schrittgeschwindigkeit kann der Fahrer selbstständig seine täglichen Besorgungen erledigen.